Tag 11+12: Kopf aus dem Fenster

Hallo und willkommen zum neuesten Tagesbericht! Heute melde ich mich mal mit einer Doppelfolge, da der Hauptteil der Fahrt im Nachtzug stattfand und sich damit über zwei Tage erstreckte. Außerdem dachte ich vor dem Schreiben noch, dass nicht viel Berichtenswertes passiert sei. Der Länge des fertigen Berichtes nach zu urteilen, habe ich mich da aber wohl erheblich getäuscht. Aber am besten lest ihr einfach selbst, wobei ich euch wie immer viel Vergnügen wünsche!

Heutige Route:
Oslo – Göteborg – (Nachtzug) – Östersund

Gefahrene Kilometer:
1.356 (total: 6.476)

Nachdem ich zum Abschied nochmal mit meinem Hostel-Mitbewohner Andrei gefrühstückt hatte, machte ich mich mit der U-Bahn auf in Richtung Zentrum. Hier wartete ein besonderer Tagesordnungspunkt auf mich, denn ich traf mich mit Sigrid, die den norwegischen Blog togbloggen.no betreibt, zum Mittag. Wir hatten uns über Twitter kennengelernt und teilen beide die Leidenschaft für das Bahnfahren. Ich war schon ein wenig aufgeregt, war es doch eine ganze Weile her, dass ich das letzte Mal eine Person „aus dem Internet“ traf. Am ausgemachten Treffpunkt vor der Osthalle des Bahnhofs erkannten wir uns sofort und verstanden uns auf Anhieb. Beim Essen bei einem Italiener in den alten Bahnhoshallen diskutierten wir angeregt über Politik, das Reisen und das Schreiben, so dass die zwei Stunden wie im Flug vergingen. (@Sigrid: It was really nice to meet you. Thanks for having me and hope to see you soon in Germany!)

Um kurz vor eins musste ich mich dann verabschieden und zum Gleis eilen, schließlich hatte ich ja noch eine lange Bahnetappe vor mir. Am Bahnsteig wartete schon der Zug, der mich wieder nach Schweden bringen sollte. Genauer gesagt kehrte ich kurzzeitig wieder zum Anfangspunkt meiner Reise zurück, nach Göteborg. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass mir eine kleine Bahn-Odysee bevorstehen sollte, welche bis jetzt wo ich diese Zeilen schreibe – über 24 Stunden nachdem ich Oslo verlassen habe – noch immer nicht zu Ende ist…

Tag 11: Abfahrt in Oslo

Im Zug angekommen stellte ich fest, dass dieser recht gut ausgelastet war und jeder Doppelsitz schon von mindestens einer Person belegt. Dies war also der erste norwegische Fernzug, bei dem eine Reservierung nicht völlig sinnlos gewesen wäre. Ich ließ mich dann auf einen freien Gangplatz nieder und schon ging die Reise los. Die Strecke nach Göteborg verläuft relativ unspektakulär durchs Binnenland und so brauchte ich über den fehlenden Ausblick nicht lange hadern. An einem der letzten norwegischen Bahnhöfe stiegen dann Grenzbeamte samt Spürhunden ein und befragten einige Reisende penibel nach ihren Reisezielen und dem Inhalt ihres Gepäcks – so auch auch mich. Ich ließ die Prozedur entspannt über mich ergehen und phantasierte eine paar grobe Eckdaten meiner Interrail-Reise herbei. Insgesamt war ich aber doch überrascht, hier die bislang „härteste“ Kontrolle zu erleben, schließlich war in der Gegenrichtung vor einer Woche nichts von einem Grenzübertritt zu spüren gewesen. Lange nachdem die Beamten wieder ausgestiegen waren, erreichten wir dann tatsächlich die Grenze zu Schweden, markiert durch einen kleinen Fluss.

Tag 11: Unterwegs nach Göteborg

In der Folge steigerte des Zug deutlich das Tempo – scheinbar sind die schwedischen Gleise in einem besseren Zustand als die norwegischen – und wir rauschten durch das bekannte schwedischen Potpourri aus Seen und Wäldern. In dieser Gegend lag deutlich weniger Schnee als zuvor in Norwegen, an einigen Stellen sogar gar keiner. In der Folge einige Impressionen der Fahrt (da der Zug ab Fredrikstad deutlich leerer geworden war, hatte ich mich mittlerweile ans Fenster umgesetzt).

Tag 11: Unterwegs nach Göteborg Tag 11: Unterwegs nach Göteborg Tag 11: Unterwegs nach Göteborg

In Trollhättan dann standen wir deutlich länger als an den anderen Unterwegsbahnhöfen zuvor. Irgendwas stimmte hier nicht. Nach zähen Minuten des Wartens kam schließlich eine Durchsage, natürlich nur auf Schwedisch (oder war es Norwegisch?). Egal – da in der Folge alle Fahrgäste hektisch ihre Sachen packten und den Zug verließen, war der grobe Inhalt klar. Ich tat es den anderen gleich, die zur Bushaltestelle vor dem Bahnhof stürmten. Aha, Schienenersatzverkehr also! Ich erkundigte mich schließlich beim Schaffner und erfuhr, dass es im Bahnhof von Göteborg eine Bombendrohung gab und der Zugverkehr komplett zum Erliegen gekommen ist.

Tag 11: Ungeplanter Umstieg in Trollhättan
Tag 11: Ungeplanter Umstieg in Trollhättan

Zwei Reisebusse erwiesen sich allerdings als deutlich zu unterdimensioniert für die Menge an Fahrgästen und so blieb ich mit wenigen anderen Versprengten zurück. Das war mir allerdings ganz recht so, denn meine Lust auf eine Fahrt in einem überbesetzten Bus war überschaubar. Ich hatte daher absichtlich ein wenig getrödelt, so dass ich in der Schlange ganz hinten stand. Irgendwie würde es schon weiter gehen, zur Not hätte uns die schwedische Bahn ein Taxi spendiert, dachte ich mir. Außerdem hatte ich in Göteborg genügend Umstiegszeit auf den Nachtzug in Richtung Norden. Ich schlenderte also zurück zum Bahnhof und ging direkt ans Gleis, wo seit einiger Zeit ein Regionalzug nach Göteborg angezeigt wurde. Dieser ließ natürlich auf sich warten, denn nach wie vor war die Strecke ja gesperrt. Irgendwann jedoch kam eine Durchsage, die die baldige Einfahrt des Zuges der Sorte Västtåg ankündigte. Und so war es dann auch und ich fand mich bald darauf in einem fahrenden Schienenfahrzeug in Richtung Göteborg wieder und würde vermutlich kaum später als die Busfahrer ankommen – nur entschieden bequemer!

Tag 11: Ungeplanter Umstieg in Trollhättan
Tag 11: Ungeplanter Umstieg in Trollhättan

Nach kurzer Fahrt von kaum einer dreiviertel Stunde kamen wir in Göteborg am Hauptbahnhof an. Dort herrschte noch das reine Chaos und die Menschen versammelten sich vor den großen Anzeigetafeln in der Haupthalle. Denen war zu entnehmen, dass hier noch nichts wieder planmäßig lief und einige Züge seit Stunden auf ihre Abfahrt warteten. Ich richtete mich also darauf ein, dass mein Nachtzug vermutlich auch deutlich später abfahren würde, und schlenderte noch ein wenig im und um den Bahnhof herum. Schließlich kehrte ich in das naheliegende Einkaufzentrum Nordstan ein, um Proviant für die kommende Etappe zu kaufen.

Tag 11: Chaos in Göteborg
Tag 11: Chaos in Göteborg
Tag 11: Chaos in Göteborg Tag 11: Chaos in Göteborg

Zurück am Bahnhof stand auf Gleis 8, von dem mein Nattåg mit der Nummer 76 nach Duved fahren sollte, bereits eine Nachtzug-Garnitur. Die Türen ließen sich allerdings nicht öffnen und außerdem fehlte Wagen 19, in dem mein Schlafwagenabteil liegen sollte. Später stellte sich heraus, dass dieser Zug nicht gar nicht unser war, sondern im allgemeinen Chaos nur hier abgestellt wurde. Nachdem er das Gleis wieder freigegeben hatte, kam schließlich der richtige Zug mit einer Verspätung von etwa einer halben Stunde gegen 20 Uhr eingefahren. Diesmal war auch mein Wagen dabei, und zwar ganz am Anfang, direkt hinter der Lok. Der Zug hatte eine beachtliche Länge und alleine vier Schlafwagen dabei, daneben noch einen Bistro- sowie mehrer Sitz- und Liegewagen. Dementsprechend groß war auch der Andrang an Fahrgästen, viele von ihnen waren auf dem Weg in den Skiurlaub und hatten allerhand Gepäck dabei.

Tag 11: Der Nachtzug ist da
Tag 11: Der Nachtzug ist da

Mein Schlafwagenabteil war noch in Tagstellung und ich legte erstmal mein Zeug ab. Dann kam auch schon ein Mann vorbei, der mich fragte, ob ich in ein anderes Abteil umziehen wolle, damit er bei seinen (erwachsenen) Kindern schlafen könne. Ich war etwas überrumpelt und druckste herum, hatte aber ehrlichgesagt wenig Lust auf Wechselspielchen. Dann fiel mir ein, mal zu fragen, ob das andere Bett denn auch ein unteres sei, so wie meines, was er verneinte. Damit hatte ich dann einen guten Grund, seine Bitte abzulehnen, was er dann auch ohne Murren hinnahm. Er verzog sich dann erstmal zu seinen Kindern und so war ich die ersten Stunden allein im Abteil. In Stockholm sollte noch ein Freund von ihm zusteigen, so dass wir dann zu dritt und damit voll belegt wären.

Tag 11: Der Nachtzug ist da Tag 11: Der Nachtzug ist da

Ich nutzte die Zeit bis zum Schlafengehen mit Herumdösen und einem Erkundungsgang durch den Zug. Die Schlafwagen waren schon recht alt und etwas verwohnt, aber von skandinavischer Qualität mit viel Massivholz, Metall und anderen wertigen Materialien. Das Bett war recht bequem und vor allem lang genug, so dass einem entspannten Schlaf nichts im Wege stand. Interessante Details waren öffenbare Fenster (der Traum jedes Eisenbahnfotografen!), eine sehr geräumige Dusche am Wagenende, sowie die stylische blaue Beleuchtung in den moderneren Liegewagen.

Tag 11: Im Nachtzug




Als ich gerade beim Zähneputzen war, kam dann auch mein Mitbewohner von seinen Kindern zurück und wir legten uns schlafen. Auffällig war, dass wir schon seit einiger Zeit ohne erkennbaren Grund in Falköping hielten, was eigentlich nicht als planmäßige Station vorgesehen war. Während wir uns dort die Räder eckig standen, schlief ich langsam ein und wachte erst kurz vor Stockholm wieder auf, was wir gegen 2:45 Uhr, und damit mit einer Verspätung von bereits drei Stunden erreichten. Nun stieg Mitbewohner Nummer 3 zu und es musste natürlich erstmal einiges an Gepäck hin- und herbewegt und das neueste vom Tage mit Mitbewohner 1 ausgetauscht werden. Als schließlich alle zur Ruhe gekommen waren, schlief ich wieder ein. Die anderen beiden auch, jedenfalls deutete ich deren Schnarchen mal so.

Tag 12: In Stockholm

Als mein Wecker um halb acht klingelte, standen wir in Bollnäs. Und standen. Und standen. Und standen… Hier ging gar nichts mehr weiter! Irgendwann fragte mich einer meiner Abteilgenossen, ob ich noch gar nicht Bescheid wüsste (nein, woher auch?!), dass wir einen Lokschaden hätten. Man könne entweder im Zug bleiben und auf eine Reservelok warten, oder mit Ersatzbussen fahren, die aber wahrscheinlich schon abgefahren wären. Da ich noch im Halbschlaf war und etwas perplex, hatte ich wenig Motivation, in Windeseile meine Sachen zu packen und zum Busbahnhof zu sprinten. Ich entschied mich also für den Zug, schließlich war dies ja eine Bahnreise. Später suchte ich die junge Zugbegleiterin auf, welche mir die Geschichte so ähnlich bestätigte. Die Reservelok käme in ein bis zwei Stunden und man könne sich solange im Pressbyrån am Bahnhof mit Essen und Trinken verlustieren. Dies hatte auch ein weiteren Grund: Durch den Schaden an der Lok war auch der Strom und – viel entscheidender – die Heizung ausgefallen und das Thermometer fiel und fiel…

Tag 12: Breakdown in Bollnäs
Tag 12: Breakdown in Bollnäs

Im Pressbyrån versorgte ich mich erstmal mit dem typischen Schwedenfrühstück (Kaffee und Bulle) und ging in den Warteraum. Dort war es zwar auch nicht wirklich wärmer, aber immerhin fand ich eine Steckdose, wo ich mein Handy aufladen konnte. Irgendwann ging ich zurück zum Zug um die Lage zu checken. Ich stellte fest, dass zwar viele Leute den Bus genommen hatten, es aber auch noch einige Hartgesottene gab, die hier ausharrten. Nach einiger Zeit wurde es hektisch und ein großer Schwung Leute verließ den Zug. Er verbreitete sich die Nachricht, dass für die Fahrgäste nach Åre und Duved in Kürze neue Buse bereit gestellt würden, während Fahrgäste nach Östersund weiterhin im Zug bleiben sollten. Nun verließen auch meine Abteilgenossen samt ihrer Siebensachen die Bahn und ich war wieder allein. Ein Blick in den Flur verriet, dass ich der einzige verbliebene Fahrgast in meinem Wagen war. Die Zugbegleiterin kam noch mehrmals vorbei um sich zu vergewissern, ob ich wirklich nach Östersund wolle. Ja, wollte ich, und freute mich schon ein wenig darauf, die letzten drei Stunden der Fahrt in meinem privaten Eisenbahnwaggon zurückzulegen. Gegen halb zwölf kam dann tatsächlich die Ersatzlok. Nachdem diese schließlich an den Zug rangiert worden war, sprang auch die Heizung wieder an – hurra! Um kurz nach zwölf – etwa dreieihalb Stunden nachdem der Zug planmäßig seine Endstation in Duved erreicht haben sollte – war es dann so weit und wir nahmen wieder Fahrt auf!

Tag 12: Breakdown in Bollnäs

Ich beschloss die Fahrt von nun an zu genießen und kuschelte mich noch für ein Stündchen unter die Decke. Dann erinnerte ich mich an die öffenbaren Fenster und richtete mir im Nachbarabteil eine kleine Fotostube ein. Mit Jacke, Mütze und Handschuhen bewaffnet verbrachte ich einige Zeit am offenen Fenster und hielt Kamera und Kopf in den Fahrtwind – bei zweistelligen Minusgraden eine einmalige Erfahrung! Zum ersten Mal konnte ich ein paar brauchbare Fotos von unterwegs schießen und genoss die herrliche Winterlandschaft und die kristallklare Luft. Dies war so einer dieser Momente, für die ich die Strapazen der langen Reise auf mich genommen hatte – einfach großartig! Zwischendurch bekam ich eine SMS von der schwedischen Bahn in der man sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigte und eine Entschädigung in Höhe von 500 SEK in Aussicht stellte, was mehr ist, als mich die Reservierung im Schlafwagen gekostet hatte. So sieht kundenorientierter Service aus!

Tas 12: Am offenen Fenster
Tas 12: Am offenen Fenster
Tas 12: Am offenen Fenster
Tas 12: Am offenen Fenster
Tas 12: Am offenen Fenster
Tas 12: Am offenen Fenster
Tas 12: Am offenen Fenster
Tas 12: Am offenen Fenster
Tas 12: Am offenen Fenster

Um 15:15 Uhr kamen wir schließlich in Östersund an, und zwar mit einer Verspätung von achteinhalb Stunden. Als Stammkunde der Deutschen Bahn hätte ich nicht gedacht, dass ich für die längste Verspätung meines bisherigen Lebens nach Skandinavien reisen muss… Ich sah es aber positiv, konnte ich dadurch doch eine wunderschöne Fahrt bei Tageslicht am offenen Fenster genießen. Es gab nur einen großen Nachteil: Mein geplanter Wintertag in Östersund wurde mir nachezu vollständig „geklaut“! Also wollte ich keine weitere Zeit verlieren und eilte zum Hostel, welches etwa 15 Minuten vom Bahnhof entfernt lag. Dabei ging es einmal quer durch das Zentrum mit Fußgängerzone, so dass ich doch wenigstens noch ein paar Minimal-Eindrücke von dieser hübschen, und gar nicht mal so kleinen Stadt sammeln konnte. Draußen waren es -13 °C, damit hatte ich den  Temperatur-Tiefpunkt meiner bisherigen Reise erreicht. Wow, das haute schon ganz schön rein! Das Gefühl, was man zu hause sonst erst nach einer stundenlangen Wanderung hat (Handschuhe durch, Schuhe/Socken durch) stellte sich hier schon nach wenigen Momenten ein…

Tag 12: Ankunft in Östersund
Tag 12: Ankunft in Östersund
Tag 12: Ankunft in Östersund
Tag 12: Ankunft in Östersund
Tag 12: Ankunft in Östersund

Das Hostel war in einem ehemaligen Feuerwehrgebäude untergebracht und meine erste Erfahrung mit dem schwedischen Jugendherbergswerk, der Svenska Turistföreningen, oder kurz STF. Der Check-in ging superschnell und mein Zimmer mit der Nummer 1 war einfach, aber zweckmäßig eingerichtet. Die ganze Herberge machte insgesamt einen gepflegten Eindruck und hatte eine gut ausgestattete und saubere Gästeküche zu bieten, sowie gemütliche Gemeinschaftsräume mit Sofaecken und Esstischen. Das gefiel mir gleich viel besser als alles, was ich von Oslo in Erinnerung hatte! Nach der langen Zugfahrt gönnte ich mir erstmal eine heiße Dusche und kümmerte mich um meine schmutzige Wäsche.

Tag 12: Ankunft in Östersund
Tag 12: Ankunft in Östersund

Dannach schlüpfte ich in die dicksten Wintersachen die ich dabei hatte und machte mich auf dem Weg zurück in die Stadt und den großen See, den Storsjön. Dieser war natürlich komplett zugefroren und Schauplatz zahlreicher Attraktionen. So gab es ein Vinterbadet (ja, dort tut man genau das!), Skulpturen aus Eis und Schnee, sowie eine Schlittschuhbahn. Darüber hinaus nutzten die Leute den See auch einfach zum Spazierengehen, Fahrradfahren und Eislaufen. Für letztes waren spezielle Strecken gekennzeichnet und vom Schnee befreit worden. Auch ich wagte mich aufs Eis und stellte beruhigt fest: Das hier ist bombenfest und hart wie Beton, also kein Grund zu Panik. Ich wanderte ein bisschen auf dem See umher, und versuchte ein paar nächtliche Fotos zu schießen. Bei den herrschenden Temperaturen war das nun wirklich ein Kampf, den mein Kamera-Akku bald aufgab. Vielleicht ganz gut so, denn sonst wäre ich heute vielleicht als festgefrorene Eisskulptur zu bewundern.

Tag 12: Eisgang auf dem Storsjön
Tag 12: Eisgang auf dem Storsjön
Tag 12: Eisgang auf dem Storsjön
Tag 12: Eisgang auf dem Storsjön
Tag 12: Eisgang auf dem Storsjön
Tag 12: Eisgang auf dem Storsjön
Tag 12: Eisgang auf dem Storsjön
Tag 12: Eisgang auf dem Storsjön
Tag 12: Eisgang auf dem Storsjön

So machte ich dann noch eine kleine Runde durch die Fußgängerzone, kaufte für das Abendessen ein (es gab mal wieder Nudeln mit Salat), und verkroch mich in das warme Hostel. Nach dem Essen fläzte ich mich in das nächstbeste Sofa und arbeitete noch ein wenig an Bildern und Blog, bis ich recht bald müde ins Bett fiel, denn morgen sollte es mal wieder in aller Frühe losgehen… bis dahin sage ich Tschüss und bis bald aus dem schönen Schweden!

2 Gedanken zu „Tag 11+12: Kopf aus dem Fenster

  • 11. Februar 2017 um 21:18
    Permalink

    Guten abend Sebastian,

    wieder sehr interessant deinen Bericht zu lesen, auch wenn mir diesmal ein bisschen das Herz in die Hose beim Lesen gerutscht ist (wegen Bombendrohung, Lokschaden).
    Aber mit Verspätung bist du ja gut am nächsten Etappenziel angekommen. Pass gut auf dich auf und eine gute Weiterreise wünscht dir Mama

    Antworten
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